Opernhaus Bonn

Asylum

Tanz - Kibbutz Contemporary Dance Company

Choreografie, Bühne, Kostüme und Licht: Rami Be'er
Aufführungstermin: 8.10.2019, 19.30 Uhr

Die im Jahr 1970 von der tschechischen Tanzlehrerin und Holocaust-Überlebenden Yehudit Arnon (*1926 in Komárno; †2013) gegründete Kibbutz Contemporary Dance Company ist die berühmteste Tanzcompagnie Israels. Beheimatet ist sie im Kibbuz Ga’aton im Norden Israels. Die Tänzerin und Tanzlehrerin Yehudit Arnon gehörte im Jahr 1948 zu den Gründungsmitgliedern des Kibbuz. Inspiriert wurde sie von der Wiener Ausdruckstänzerin Gertrud Kraus, die seit dem Jahr 1935 in Israel lebte. In den 1980er Jahren war die Kibbutz Contemporary Dance Company bereits international be­kannt.
Seit dem Jahr 1996 ist der Tänzer und Choreograph Rami Be'er (*1956 im Kibbuz Ga’aton), der seit dem Jahr 1980 bereits Mitglied der Compagnie gewesen war, künstlerischer Leiter des Ensembles. Er hat den Kibbuz zu einem Tanzdorf mit Trainingsräumen und einem eigenen Theater ausgebaut. Inzwischen bietet die Institution einen internationalen Tanzstudiengang und Workshops an. Neben der in zwei Dritteln des Jahres auf Tournee befindlichen Hauptcompagnie gibt es inzwischen auch eine Nachwuchs­truppe, die KCDC 2.
Be’er erarbeitet nicht nur Choreografien, sondern auch die dazugehörigen Bühnenbilder und das Lichtdesign. Auch für weitere international renommierte Compagnien schrieb er bereits Auftragswerke, u. a. für die Batsheva Dance Company, das Staatsballett Berlin und das Ballett Basel.
In der Oper Bonn war die Compagnie zuletzt im Mai 2015 mit Be’ers Stück „If At All“ zu Gast.
Mit „Asylum“, seiner neuesten Kreation aus dem Jahr 2018, thematisiert Rami Be’er Flucht, Einwanderung und das Schicksal von Asylsuchenden. Die Choreografie ist eine Annäherung an das Thema aus einer existentiellen Perspektive, wobei Fragen aufgeworfen werden, die Konzepte im Zusammenhang mit Immigration untersuchen, wie Heimat, Identität, Zugehörigkeit, Fremdheit und Sehnsucht. Laut Be’er sind dies Konzepte, die für jede Person relevant sind: „Das Gefühl der Flüchtlingseigenschaft ist eine existenzielle Erfahrung und Teil unserer Suche nach Heimat und Identität."

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Letzte Aktualisierung: 15.11.2019 21:01 Uhr     © 2019 Theatergemeinde BONN | Bonner Talweg 10 | 53113 Bonn