Opernhaus Bonn

Staatstheater

Oper - Mauricio Kagel

Szenische Komposition von Mauricio Kagel
Inszenierung: Jürgen R. Weber
Premiere: 25.04.2020

Als Sohn einer jüdisch-russischen Familie wuchs Mauricio Kagel (*1931 in Buenos Aires; †2008 in Köln) in Buenos Aires auf und war dort ab den 1950er Jahren als Filmkritiker, Korrepetitor und Dirigent tätig. Reisen nach Deutschland führten ihn an die Neue Musik heran; er begann zu komponieren und wurde ein bedeutender Entwickler der Neuen Musik. Ab dem Jahr 1969 leitete er – inzwischen mit der deutschen Bildhauerin und Grafikerin Ursula Burghardt verheiratet – das Institut für Neue Musik an der Rheinischen Musikschule in Köln, wurde Nachfolger von Karlheinz Stockhausen als Leiter der Kölner Kurse für Neue Musik und erhielt im Jahr 1974 eine Professur für Musiktheater an der Kölner Musikhochschule. Zudem war Kagel Mitbegründer des Ensembles für Neue Musik in Köln.
Kagels Komposition „Staatstheater“ entstand in den Jahren 1967–1970 als Auftragswerk der Hamburgischen Staatsoper und kam dort am 25. April 1971 unter Polizeischutz zur Uraufführung, da aufgrund der zu erwartenden sehr unkonventionellen Aufführung zuvor Drohbriefe eingegangen waren. Seither wurde es kaum an anderen großen Opernhäusern aufgeführt.
Das Werk für Instrumentalmusiker und Sänger ist ein Beispiel für das Genre des „Instrumentalen Theaters“, bei dem auch die Bewegungen der Musiker, ihre Mimik und Gestik, als Teil der Aufführung von Bedeutung sind. Im Gegensatz zum klassischen Orchester kommt es beim Instrumentalen Theater vor, dass die Musiker während der Aufführung ihre Positionen auf der Bühne verändern und auch Text sprechen.
Das Stück ist ein ungewöhnliches, aus neun Einzelstücken bestehendes Bühnenspektakel, bestehend aus Musik, Textfragmenten und dem Einsatz ansonsten auf einer Konzertbühne ungewöhnlicher Gegenstände.
Jürgen R. Weber (*1963 in Hamburg) absolvierte in Hamburg ein Studium der Musiktheaterregie, das er mit einer Aufsehen erregenden Inszenierung der „Lustigen Witwe“ abschloss. In den Folgejahren komponierte er Musik für Werbefilme und war als Spielleiter und teilweise als Autor einiger Fernsehserien tätig. Webers Debüt-Spielfilm „Open Wound“ wurde im Jahr 2017 bei den Los Angeles Independent Film Festival Awards mit den Preisen für die beste Regie und das beste Drehbuch ausgezeichnet.
Seit einigen Jahren ist Weber vorwiegend als Opernregisseur tätig. Am Theater Bonn inszenierte er bereits „Holofernes“ (Spielzeit 2015/2016), „Der Traum, ein Leben“ (Spielzeit 2013/2014) und „Marx in London“ (Spielzeit 2018/2019).

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Die Termine5 Termine

Sa.

25

Apr.

Opernhaus Bonn | 25.04.2020 | 19.30 Uhr


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Do.

30

Apr.

Opernhaus Bonn | 30.04.2020 | 19.30 Uhr


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So.

10

Mai

Opernhaus Bonn | 10.05.2020 | 18.00 Uhr


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Sa.

06

Juni

Opernhaus Bonn | 06.06.2020 | 18.00 Uhr


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Fr.

12

Juni

Opernhaus Bonn | 12.06.2020 | 19.30 Uhr


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