Kölner Philharmonie

Rodenkirchener Kammerchor

Wolfgang Klose | Tenor
Foto: Wolfgang Klose
Wolfgang Klose | Tenor
Foto: Wolfgang Klose

Rodenkirchener Kammerorchester
Konzert - Händel

Arndt Martin Henzelmann, Dirigent
Jana Marie Gropp, Sopran
Elvira Bill, Alt
Wolfgang Klose, Tenor
Julian Popken, Bass



Georg Friedrich Händel (1685 - 1759)
Messiah HWV 56 (1742)
Oratorium für Soli, Chor und Orchester. Libretto von Charles Jennens nach Texten aus dem Alten und Neuen Testament

Der in Halle an der Saale geborene Händel genoss eine gründliche musikalische Ausbildung, die auch die Orgel und die Violine umfasste. Als junger Mann reiste er zu Studienzwecken nach Italien, wo er im Auftrag auch kirchlicher Würdenträger viele Kantaten komponierte, deren Material er später in seinen Opern wieder verwendete. 1710 wurde er als Hofkapellmeister an den kurfürstlichen Hof nach Hannover berufen. Er hielt sich allerdings mehr in London als in Hannover auf, auch ohne Zustimmung seines kurfürstlichen Dienstherren. Schließlich übersiedelte er 1712 für immer in die britische Hauptstadt. Als jedoch sein Dienstherr, der Kurfürst von Hannover, als Georg I. den englischen Thron bestieg, kam es zu einer Versöhnung, und Händel erhielt neue Kompositionsaufträge. In den folgenden Jahren leitete Händel verschiedene Opernunternehmen, für die er eine erstaunliche Anzahl von Opern im damals modernen italienischen Stil komponierte. Als sich in den vierziger Jahren des 18. Jahrhunderts der Geschmack des englischen Publikums von der italienischen Oper abzuwenden begann, wechselte Händel das Genre und komponierte fortan vor allem Oratorien, und zwar mit großem Erfolg beim Publikum. Das bedeutendste dieser Oratorien, der 1742 uraufgeführte, später aber noch mehrfach umgearbeitete "Messiah", gehört zu den populärsten Werken der Oratorienliteratur überhaupt. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte der erblindete und kranke Komponist in großer Zurückgezogenheit. Ende August 1741 begann Händel mit der Komposition des "Messias" und beendete sie nach nur 24 Tagen. Es ist das einzige seiner Oratorien, das auf dem neuen Testament beruht. In einer Benefizveranstaltung zugunsten der Insassen des Schuldgefängnisses in Dublin wurde der dreiteilige "Messias" am 13. April 1742 erstaufgeführt. Der erste Teil des Oratoriums enthält die Verheißung des Erlösers und seine Geburt. Die Ouvertüre reißt ein großartiges Klangbild auf und setzt sehr unruhig fort, um die Erlösererwartung der Welt zu kennzeichnen. Mit prophetischen Worten, vorwiegend von Jesaja, wird der Heiland angekündigt. Rezitative, Arien und Chöre steigern die Spannung, bis die Verkündigung erklingt: "Denn es ist uns ein Kind geboren..." Ein Pifa (Hirtenmusik nach Art der italienischen Piffari) bringt Weihnachtsstimmung, Trompetenschall begleitet das Nahen der himmlischen Heerscharen, die Streicher malen das Rauschen der Engelsflügel, dann bricht der Chor in den Ruf aus: "Ehre sei Gott in der Höhe...". Zwei Arien, deren zweite "Er weidet seine Herde..." einer der berühmtesten Teile des Oratoriums ist, und ein kammermusikalischer Chorsatz beenden den Abschnitt in idyllischer Stimmung. Teil 2 bringt die Leidensgeschichte. Die Texte liefern Jesaja, David, die Apostelbriefe und die Apokalypse. Gefühlstief beginnt der Chor: "Seht an das Gotteslamm..." Der Alt fährt im Bericht fort. Rezitative und Arien schildern die Passion, von meditativen Chorstellen unterbrochen. Dem schließt sich der Triumph der Auferstehung an. Die Glaubensboten verbreiten die Heilslehre, Gottes Macht zerschlägt seine Feinde. Das berühmte "Halleluja" krönt mit feuriger Begeisterung den Satz. Der dritte Satz beginnt mit ruhigen Klängen; mit der Feststellung des Soprans "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt" wird eine Meditation über Tod und Auferstehung eingeleitet. Diese mündet mit dem messianischen Bekenntnis triumphierend in eine gewaltige Fuge, an die sich eine zweite mit dem abschließenden "Amen" anschließt. Im Frühjahr 1789 erweiterte W. A. Mozart im Auftrag Baron Gottfried van Swietens die Instrumentation um Flöten, 2 Klarinetten, 2 Hörner und 3 Posaunen (KV 572). Am 6. März 1789 wird bei Graf Johann Esterházy Händels "Messias" in der im Auftrag Gottfried van Swietens von Mozart geschaffenen Instrumentierung zum ersten Male aufgeführt. Es ist eine von insgesamt vier Händel-Bearbeitungen Mozarts.

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Letzte Aktualisierung: 17.07.2019 21:01 Uhr     © 2019 Theatergemeinde BONN | Bonner Talweg 10 | 53113 Bonn