Schauspiel Köln im Depot 1

Nora

Robert Borgmann | Regie
Foto: Rolf Arnoldt
Robert Borgmann | Regie
Foto: Rolf Arnoldt

Moderner Klassiker um die stille Emanzipation eine
Schauspiel - Henrik Ibsen

In ihrem vielbeachteten Manifest FRAUEN & MACHT verfolgt die britische Althistorikerin Mary Beard die Spuren weiblicher Entmachtung Jahrtausende zurück und weist nach, der Wunsch, Frauen zum Schweigen zu bringen, gehe auf »Tausende von Jahren Übung« zurück. Aus dem Altertum überliefert und noch immer prägend sei, dass die öffentliche Rede als »definierendes Attribut« von Männern empfunden werde. Frauen werden zum Schweigen gebracht.
Nora allerdings begehrt auf. Als skandalös wurde es von Henrik Ibsens Zeitgenossen empfunden, dass seine Protagonistin am Ende des Emanzipationsdramas Mann und Kinder verlässt. Nach der Uraufführung musste der Autor den Schluss des Stückes umschreiben und erst 1880 konnte es mit dem Originalende in München aufgeführt werden. Ibsen reflektiert die Widersprüche seiner Zeit. Als der norwegische Autor mit der Arbeit an seinem Schauspiel begann, notierte er: »Eine Frau kann nicht sie selbst sein in der Gesellschaft der Gegenwart, einer ausschließlich männlichen Gesellschaft, mit von Männern geschriebenen Gesetzen, die über das weibliche Verhalten vom männlichen Standpunkt aus urteilen.« Seine Heldin findet am Ende einen Ausweg, sie trifft – entgegen aller Konventionen – ihre eigene Entscheidung.

Mit seiner Inszenierung zu Ibsens NORA kehrt Regisseur Robert Borgmann unter anderem nach IWANOW und MEDEA ans Schauspiel Köln zurück.


Regie: Robert Borgmann

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Letzte Aktualisierung: 04.07.2020 14:01 Uhr     © 2020 Theatergemeinde BONN | Bonner Talweg 10 | 53113 Bonn