Theatergemeinde BONN

Verdi - Ponchielli

Auf dem Weg zur veristischen Oper als ein Weg in d
Seminar - Dr. Benedikt Holtbernd

Nicht alle Werke der italienischen Oper des 19. Jahrhunderts erschließen sich für Mozart- und Wagner-erfahrene Ohren direkt. Die Geschichten erscheinen bisweilen krude und verworren, die Stoffe sind dem deutschen Theatergänger eher fremd. Die Melodien klingen in der Regel zwar schön und eingängig, lassen sich aber nur schwer in den Kontext einordnen und vermitteln den Eindruck von Beliebigkeit. Dabei machen sich gerade die Veristen auf den Weg, die Wirklichkeit so genaua als möglich musikalisch abzubilden. Ist das möglich und konsequent gedacht, kratzt es nicht auch nur wieder an der Oberfläche des Scheins?
Das Seminar befasst sich u. a. mit folgenden Themen / Fragen:


  1. Die Oper im 20. Jahrhundert. Kann Kunst Gegenwartsbewältigung sein?

  2. La Gioconda - Was interessierte den Komponisten Ponchielli an dem Stoff?

  3. Die sizilianische Vesper - Welche Formstrukturen nahm Verdi in seiner 'Grand Opéra' auf und wie entwickelte er sie weiter bzw. befreite sich von den der Äußerlichkeit dienenden Formelementen Grand Opéra?

  4. Die sizilianische Vesper - Inwieweit unterscheidet sich die italienische von der ursprünglichen französischen Fassung? In welcher Weise hat sich Verdis Kompositionsstil durch diese Oper geändert?

  5. Ponchielli/Verdi - Konnte Ponchielli im Vergleich zu Verdi mit "La Gioconda" einen eigenen Stil entwickeln? War er möglicherweise in bestimmten Aspekten fortschrittlicher als Verdi im Hinblick auf die veristische Oper?

  6. War der Weg von Verdi und Ponchielli klar vorgezeichnet für die veristische Oper? Wie hat sich der Weg verzweigt? Kann man im Unterschied zur deutschen Oper von einem besonderen Melos sprechen, das auch die zeitgenössischen Komponsitionen bestimmt? Haben die italienischen Komponisten zu einer neuen Form der Oper gefunden?



Der Referent:
Dr. Benedikt Holtbernd studierte Musikwissenschaft und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum und promovierte über „Die dramaturgischen Funktionen der Musik in den Schauspielen Goethes“. Gleichzeitig studierte er Gesang. Er war Dramaturg, Pressesprecher, Künstlerischer Betriebsdirektor und Operndirektor an verschiedenen Theatern von der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg, über das Stadttheater Bern, die Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach bis hin zur Sächsischen Staatsoper Dresden, Semperoper. In Bonn war er Künstlerischer Geschäftsführer des Deutschen Musikrates. Er ist als Musikmanager international tätig.

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Die Termine

Di.

30

Apr

Theatergemeinde BONN | 30.04.2019 | 16.00 Uhr - 17.30 Uhr


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