Opernhaus Bonn

Freitagskonzert 6: Planeten

Konzert - BOB u. a.

Mitwirkende:
Saxophon-Quartett clair-obscur
Damen des Philharmonischen Chors der Stadt Bonn e. V.
Paul Krämer (Einstudierung)
Beethoven Orchester Bonn
Dirk Kaftan (Dirigent)

Arnold Schönberg: Fünf Orchesterstücke op. 16
Philip Glass: Konzert für Saxophon-Quartett und Orchester
Gustav Holst: Die Planeten op. 32

Auf zu neuen Planeten wollte man in der Musik kurz vor Beginn des ersten Weltkriegs. Schönberg wagte den einen, großen Schritt, die Tonalität ganz aufzulösen. Und auch in Bezug auf die Form suchte er nach neuen Wegen. »Das Unaussprechliche sagt man in freier Form?«, so hat er es formuliert. Mit monumental besetzten Orchesterstücken experimentierte er, gab den Stücken formale, assoziative Titel wie Vorgefühle, Vergangenes, oder Akkordfärbungen, und schrieb an Richard Strauss, den er gerne als Uraufführungs-Dirigent gewonnen hätte, es handle sich um einen bunten und ununterbrochenen »Wechsel von Farben, Rhythmen und Stimmungen«. Strauss lehnte ab, mit einem Hinweis auf das zu konservative Berliner Publikum … Dennoch wurden die Stücke bald darauf aufgeführt und kamen unter anderem auch nach England, wo Gustav Holst mit ihnen in Berührung kam – eine Partitur der Fünf Orchesterstücke war die einzige von Schönberg, die er besaß. Auch Holst fragte sich danach, wie eine Orchestermusik der Zukunft aussehen konnte und machte sich daran, Seven Pieces for large Orchestra zu schreiben. Zur formalen Aufgabe, die er sich stellte, gesellte sich seine Ambition, astrologische Sachverhalte in Musik zu gießen. Die Planeten, wie der Zyklus bis heute heißt, ist vor allem im angelsächsischen Raum eines der erfolgreichsten Orchesterstücke: Die Zartheit der Venus, das fröhliche Sprudeln des Jupiter und das geheimnisvolle Raunen des Neptun mit den schwebenden Klängen des unsichtbar platzierten Frauenchors begeistern ihr Publikum bis heute.

Wenn die Berliner Philharmoniker Saxophone brauchen, dann wird bei clair-obscur angefragt, einem der erfolgreichsten ­Saxophon-Quartette unserer Tage, in der Tradition des legendären Raschèr-Saxophon-Quartetts. Die vier Berliner Musiker*innen sind stets auf der Suche nach neuem Repertoire und sprengen die Grenzen zwischen den Genres, verbinden Musik und Theater, integrieren Literatur und Bildende Kunst. Sie spielen in der Carnegie Hall und beim Lucerne Festival, im Watergate Club ­Berlin und haben bereits etliche Werke aus der Taufe gehoben, darunter Konzerte mit Orchester von Bart Picqueur und Enjott Schneider.


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Letzte Aktualisierung: 17.07.2019 21:01 Uhr     © 2019 Theatergemeinde BONN | Bonner Talweg 10 | 53113 Bonn