Opernhaus Bonn

Autobiography

Tanz - Company Wayne McGregor

Konzept und Regie: Wayne McGregor
Choreografie: Wayne McGregor in Zusammenarbeit mit den Tänzerinnen und Tänzern
Musik: Jlin
31.01.2019, 19.30 Uhr

23 Chromosomenpaare besitzt ein Mensch normalerweise als sein Erbgut – so auch der Choreograf Wayne McGregor. Er ließ vor Kurzem sein Erbgut analysieren und fand in den Ergebnissen Inspiration zu seiner im Oktober 2017 in London uraufgeführten Choreografie „Autobiography“. Aus den Charakteristika der in den Chromosomen hinterlegten Informationen entwickelte er 23 jeweils aus mehreren Szenen bestehende Choreografiebausteine. Ähnlich wie die in den Chromosomen enthaltene Desoxyribonukleinsäure (DNS) in einer unendlichen Vielfalt verschiedener Kombinationsmöglichkeiten der vier Basen Adenin, Guanin, Cytosin und Thymin auftritt, legte McGregor fest, dass seinem persönlichen Algorithmus folgend vor jeder Aufführung des Werks ermittelt wird, in welcher Reihenfolge welche Szenen aus dem Portfolio der 23 Bände seiner Lebensbibliothek zur Aufführung kommen. Je nach Kombination der Szenen erscheinen sie dem Betrachter in einer anderen Bedeutung – als würden sie verschiedene Leben darstellen. Hiermit möchte McGregor einerseits symbolisieren, dass jeder Moment der Entscheidung eine andere Zukunft ermöglicht und andererseits die unendlichen Möglichkeiten der Entwicklung jedes einzelnen Menschen darstellen. Im Gegensatz zu McGregors zahlreichen sehr temporeichen Inszenierungen zeigt „Autobiography“ die Vorzüge der Langsamkeit und bietet ein von Schönheit und sinnlichem Zauber geprägtes Tanzmosaik.
Wayne McGregor (*1970 in Yorkshire) gründete im Jahr 1992 sein eigenes Ensemble Random Dance. Seit dem Jahr 2001 ist die Compagnie „Resident Company” am Londoner Tanzhaus Sadler’s Wells Theatre. Inzwischen wurde sie umbenannt in Company Wayne McGregor.
Für seine Produktionen beschäftigt sich Wayne McGregor nicht nur mit allen erdenklichen Bewegungsformen des menschlichen Körpers und den hieraus entspringenden Ausdrucksmöglichkeiten, sondern er setzt sich auch mit Themen aus den Humanwissenschaften, der Genetik, Robotik und Kognitionswissenschaft auseinander und findet hierin Inspiration.
Inzwischen entwickelte er mehr als 30 Choreografien für seine Compagnie.
Zudem ist McGregor seit dem Jahr 2006 Resident Choreographer des Londoner Royal Ballet und Professor für Choreografie am Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance in London.
Im Jahr 2017 eröffnete er in London die Studios Wayne McGregor, die als Forschungs- und Entwicklungsstation dienen: für die Zusammenarbeit von Tänzern mit Autoren, Komponisten, Software-Programmierern und Wissenschaftler im Sinne der Untersuchung der Möglichkeiten des menschlichen Körpers und auch der künstlichen Intelligenz.
Die Company Random Dance war im Juni 2011 mit McGregors Choreografie „F.A.R.” (zu dem Buch „Flesh in the age of reason” von Roy Porter) in der Oper Bonn zu Gast.

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