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Eines langen Tages Reise in die Nacht

Eines langen Tages Reise in die Nacht
Foto: Thilo Beu
Eines langen Tages Reise in die Nacht
Foto: Thilo Beu

Schauspiel - Eugene O’Neill

Inszenierung: Martin Nimz
Premiere: 18.01.2019

Das Leben der Familie Tyrone ist von den Schatten der Vergangenheit belastet. Der Vater ist ein populärer Schauspieler, doch hat er mit seinem Egoismus, seinem Geiz und seiner Gier nach Grundbesitz die Familie tyrannisiert. Seine Reisen von Auftritt zu Auftritt machten ein Zuhause unmöglich. Die Mutter zerbrach an diesem Leben. Sie gleitet nach einer Krankheit in die Morphiumsucht. Jamie, ihr ältester Sohn, schlägt sich als abgehalfterter Schauspieler im Schatten seines Vaters durch. Sein Alkoholkonsum ist immens, sein Zynismus routiniert. Auch Edmund, sein jüngerer Bruder, verfällt zunehmend dem Alkohol; er ist immer wieder daran gescheitert, diesem Leben zu entfliehen. Schwer erkrankt, kehrt er ins Sommerhaus der Tyrones zurück. Er leidet an Turberkulose, doch die Familie tut dies zunächst als „leichte Sommergrippe“ ab. Sie frühstücken, die Sonne scheint. Nur eine Mahlzeit lang schaffen es die Tyrones, die Vergangenheit ruhen zu lassen, dann brechen die alten Streitigkeiten und Vorwürfe wieder hervor. Mit glänzenden Augen träumt die Mutter am Ende des Tages von einem harmonischen Dasein in vollkommenem Frieden, während ihr Mann und die beiden Söhne volltrunken der Nacht entgegendämmern.
Der US-amerikanische Dramatiker Eugene O’Neill (*1888 in New York City; †1953 in Boston) sagt über sein stark autobiographisches Stück von 1940, er habe es „geschrieben mit Blut und Tränen“, um sich „seinen Toten zu stellen“. Sein Drama ist ein messerscharfer Blick in die Psyche einer Familie und gleichzeitig eine Analyse über die Vergeblichkeit des amerikanischen Traums.
O’Neill ist neben Robert Frost die einzige Person, die mit vier Pulitzer-Preisen ausgezeichnet wurde. Den letzten erhielt er im Jahr 1957 postum für „Eines langen Tages Reise in die Nacht“. Die Uraufführung des Werks fand ebenfalls erst nach O’Neills Tod statt: am 10.02.1956 in Stockholm. Im Jahr 1936 war O’Neill zudem mit dem Literaturnobelpreis geehrt worden.
Martin Nimz (*1956 in Brandenburg an der Havel) inszenierte am Theater Bonn bereits „Die Wildente“, „Kabale und Liebe“, „Das Fest“, „Drei Schwestern“ und „Die Frau vom Meer“. Als ausgebildeter Schauspieler war er u. a. Ensemblemitglied am Theater Chemnitz, wo er im Jahr 1989 mit der Regiearbeit begann. In den letzten Jahren inszenierte er u. a. am Schauspiel Frankfurt, Staatsschauspiel Dresden und an den Staatstheatern Karlsruhe, Saarbrücken und Braunschweig. Seit der Spielzeit 2016/2017 ist er als Schauspieldirektor am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin engagiert.

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