Schauspielhaus

Der Menschenfeind

Der Menschenfeind
Foto: Thilo Beu
Der Menschenfeind
Foto: Thilo Beu

Schauspiel - Jean Baptiste Molière

Inszenierung: Jan Neumann
Premiere: 1.12.2018

Sein unbedingter Anspruch auf Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit, seine Abscheu vor Lüge, Kriecherei und Eigennutz machen Alceste zum Menschenfeind in einer Welt, in welcher der Mensch des Menschen Wolf ist. Weil er als Weltverbesserer unfähig ist, sich den Spielregeln der feinen Gesellschaft anzupassen, kassiert Alceste eine Niederlage und Demütigung nach der anderen. Da er es nicht übers Herz bringt, das geschwollene Sonett des Verseschmiedes Oronte zu loben, macht er sich diesen Günstling des Hofes zum Feind. Und weil er es ablehnt, die Richter zu bestechen, verliert er seinen Prozess. Alle gutgemeinten Ratschläge seines Freundes Philinte, die Menschen so zu nehmen, wie sie sind, schlägt dieser Extremist der Wahrheit in den Wind. Die schwerste Niederlage erfährt Alceste in der Liebe: Die bezaubernd kokette und kluge Célimène lehnt es ab, mit ihm aus der verachteten Gesellschaft zu fliehen. Alceste bleibt allein.
Jean-Baptiste Poquelin (*1622 in Paris; †1673 ebd.) nahm im Alter von 21 Jahren den Künstlernamen „Molière“ an und gründete das „Illustre Thèâtre“ in Paris. Das Ensemble wurde von der königlichen Familie geschätzt und durfte ab Oktober 1658 im Palais Royal auftreten. Die Uraufführung von „Der Menschenfeind“ fand am 4.06.1666 in Paris statt.
In Bonn kommt das Werk in einer Übersetzung von Hans Magnus Enzensberger (*1929 in Kaufbeuren) aus dem Jahr 1979 auf die Bühne, in der die Handlung nicht mehr im Paris des 17. Jahrhunderts spielt, sondern in die „Schickeriagesellschaft“ der Bonner Republik verlegt wurde.
Jan Neumann (*1975 in München) absolvierte eine Schauspielausbildung an der Bayerischen Theaterakademie August Everding und war Ensemblemitglied am Bayerischen Staatsschauspiel München und am Schauspiel Frankfurt. Zum ersten Mal führte er in der Spielzeit 2004/2005 Regie, als er sein eigenes Stück „Goldfischen“ zur Aufführung brachte. Inzwischen ist Neumann hauptberuflich als Regisseur und Autor tätig, seit der Spielzeit 2013/14 mit einem Engagement als Hausregisseur am Deutschen Nationaltheater Weimar. Am Theater Bonn inszenierte er in der Spielzeit 2017/2018 „Unterleuten“ von Juli Zeh.

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28

Mai

Schauspielhaus | 28.05.2019 | 19.30 Uhr - 22.30 Uhr


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Juni

Schauspielhaus | 15.06.2019 | 19.30 Uhr - 22.30 Uhr


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Schauspielhaus | 23.06.2019 | 18.00 Uhr - 21.00 Uhr


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Mi.

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