Opernhaus Bonn

La Gioconda

La Gioconda
Foto: Thilo Beu
La Gioconda
Foto: Thilo Beu

Oper - Amilcare Ponchielli

Melodramma in vier Akten von Tobia Gorrio
konzertante Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere: 1.01.2019

Venedig im 17. Jahrhundert: Die Straßensängerin Gioconda ist eifersüchtig, weil das Herz ihres Geliebten Enzo Grimaldo nicht ihr, sondern Laura, der Frau des Staatsinquisitors Alvise Badoero, gehört. Doch wahre Hassgefühle kann sie Laura gegenüber nicht empfinden, denn diese hat ihr einen großen Dienst erwiesen. Sie hat, als Giocandas Mutter, La Cieca, als Hexe denunziert wurde, bei ihrem Mann ein gutes Wort eingelegt, sodass La Cieca freigelassen wurde. La Cieca schenkte Laura daraufhin ihren Rosenkranz
Der Straßensänger und Spitzel Barnaba, dessen Avancen Gioconda abgewiesen hat, treibt ein böses Spiel mit ihr: Er lässt Enzo wissen, dass ein Schiff bereitstehen werde, mit dem er und Laura fliehen und ein neues Leben beginnen können. Giocanda hört von den Plänen, entdeckt das Schiff und stürmt dort auf Laura zu, um sie zu erdolchen. In diesem Moment erkennt sie jedoch den Rosenkranz ihrer Mutter in Lauras Händen und lässt von ihren Racheplänen ab. Enzo will sie jedoch nicht so davonkommen lassen. Als Alvise sich mit seinem Schiff diesem Schauplatz nähert, versucht Giocanda, Laura zur Flucht vor ihrem eifersüchtigen Mann zu verhelfen. Enzo sagt sie hingegen, Laura sei verschwunden und er, der aus Venedig verwiesen worden war und unter einer anderen Identität zurückgekehrt ist, sei denunziert worden. Wenig später rettet Gioconda Laura, die von ihrem Mann doch bei ihrem Fluchtversuch aufgegriffen und gefangenen genommen worden war, das Leben. Enzos Herz für sich zu gewinnen, gelingt ihr jedoch nicht. Schließlich tut sie den beiden einen letzten Gefallen und verhilft ihnen zur Flucht. Ihr selbst bleibt nur der Tod durch Selbstmord, als Barnaba einen Liebesdienst einfordert, den sie ihm versprochen hatte, wenn er Enzo, der von Barnabas Wachen festgenommen worden war, freilässt.
Amilcare Ponchielli (*1834 in Paderno Fasolaro bei Cremona; †1886 in Mailand) arbeitete nach seiner Ausbildung am Mailänder Konservatorium als Organist und Kapellmeister und begann zu komponieren – aus finanziellen Gründen auch von 1861 bis 1874 im Auftrag eines Blasorchesters in Piacenza, für das er monatlich zwei Kompositionen liefern musste. Ab dem Jahr 1883 unterrichte Ponchielli Komposition am Mailänder Konservatorium.
„La Gioconda“ ist Ponchiellis bekanntestes Werk, gehört jedoch zu den selten gespielten Stücken im Opernrepertoire. Doch es enthält effektvolle Massenszenen, grandiose Arien und leidenschaftlichen Duette. Die bekannteste Szene ist der „Tanz der Stunden“ im 3. Akt. Der Stoff basiert auf dem im Jahr 1835 in Paris uraufgeführten Drama „Angelo, tyran de Padoue“ von Victor Hugo. Der unter dem Namen Tobia Gorrio genannte Librettist ist in Wahrheit der Schriftsteller, Librettist und Komponist Arrigo Boito (*1842 in Padua; †1918 in Mailand), der auch für Giuseppe Verdi Libretti schrieb.


Konzertante Aufführung in italienischer Sprache

DruckenSpielstätteninfo
Die Termine

Sa.

08

Juni

Opernhaus Bonn | 08.06.2019 | 19.30 Uhr - 22.15 Uhr


Info
La Gioconda

Oper - Amilcare Ponchielli



Weitere TermineBestellen

Unsere Datenbank wird durchsucht.




Unsere Datenbank wird durchsucht.

Merkliste

Veranstaltung

Momentan befinden sich keine Einträge in Ihrer Merkliste.

Letzte Aktualisierung: 23.05.2019 21:01 Uhr     © 2019 Theatergemeinde BONN | Bonner Talweg 10 | 53113 Bonn