Opern-Seminar digital: Die Oper - ein Teufelswerk

Arnold Schönberg, 1917
Foto: gemeinfrei
Arnold Schönberg, 1917
Foto: gemeinfrei

Nach der erfolgreichen Beendigung unserer ersten beiden Online-Seminare starten wir am 08. Juni ein weiteres Seminar unter dem Titel: „Die Oper – ein Teufelswerk. Vortragsreihe zu Schönbergs Moses und Aron und Carmina Burana“.

Die notwendige Verlegung des Seminars aus unserem beschaulichen, realen Veranstaltungsraum in die virtuelle „Zoom-Welt“ hat auch einen Vorteil: Sie ermöglicht auch all jenen, für die eine Fahrt in den Bonner Talweg zu weit oder zu beschwerlich wäre, an diesem Seminar teilzunehmen!


Die Musik ist, so kann man es betrachten, aus dem Kult erwachsen. In Europa haben sich daraus das Theater und die Oper entwickelt. Damit hat sich auch eine Trennung zwischen Religiosität und Musik vollzogen. Möglicherweise ist die spirituelle Verbindung von Religion und Musik ohnehin immer nur eine Behauptung der Kirche gewesen, kann man den Ursprung der Musik doch auch in der Natur des Flöte blasenden Pans sehen. Inwieweit kann in der Oper Musik überhaupt noch religiös empfunden werden oder ist es der gattungsimmanente Widerpart zur Religion an sich? An den Beispielen von Schönbergs "Moses und Aron" einerseits und Orffs "Carmina Burana" andererseits lässt sich diese Polarität von Religiösem und Dionysischem in besonderer Weise darstellen.


Die Themen der sechs Nachmittage sind: 1. Das Oratorium als säkularisierender Endpunkt der Oper, 2. Die Fokussierung auf die Ursprünge der Musik in religiösen Kulthandlungen, 3. Moses und Aron: Altes Testament oder Fin du siecle?, 4. Moses und Aron: Keine Gedichte nach Auschwitz?, 5. Carmina Burana: Mittelalter oder Propaganda-Musik?, 6. Carmina Burana: Die expressive Freiheit des Gesangs als Durchbrechung aller Formen und doktrinärer Fesseln




Der Referent:
Dr. Benedikt Holtbernd studierte Musikwissenschaft und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum und promovierte über „Die dramaturgischen Funktionen der Musik in den Schauspielen Goethes“. Gleichzeitig studierte er Gesang.
Er war Dramaturg, Pressesprecher, Künstlerischer Betriebsdirektor und Operndirektor an verschiedenen Theatern von der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg, über das Stadttheater Bern, die Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach bis hin zur Sächsischen Staatsoper Dresden, Semperoper. In Bonn war er Künstlerischer Geschäftsführer des Deutschen Musikrates. Er ist als Musikmanager international tätig.


Die Termine: 08.06.21 – 13.07.21 (6-mal dienstags von 16 Uhr bis 17.30 Uhr)
Preis: 75 Euro (Mitglieder) / 85 Euro (Gäste)

Dienstag, 01.06.2021

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Letzte Aktualisierung: 13.06.2021 18:01 Uhr     © 2021 Theatergemeinde BONN | Bonner Talweg 10 | 53113 Bonn