Fein aber gemein - Die Society von Chrippenham

Fein aber gemein - Die Society von Chrippenham
Autor: Ulrich G. Engelmann
Jahr: unbekannt - Verlag: Plausus Theaterverlag
Altersgruppe SpielerInnen: Ab 14 Jahren
Gruppengröße: 12 (7 Mädchen, 5 Jungen)
Bewertung insgesamt: empfehlenswert

Kurze Inhaltsangabe:
Fein, aber gemein ist die High Society von Chrippenham, einem englischen Kleinstädtchen. Dort wird die feine Gesellschaft aufgeschreckt durch eine Einbruchsserie in den reichen Häusern. Zuletzt wurde sogar bei Lord und Lady Hamilton ein "echter" Rembrandt entwendet.
Doch das soll Misses Campbell, die Hausherrin von Campbells Cottage nicht hindern, ihre alljährliche Geburtstagsgartenparty zu veranstalten. Warnungen der Polizei werden ebenso nicht beachtet wie das Angebot Polizeischutz zu stellen abgelehnt wird.
Misses Campbell hat das für sie viel größere Problem, dass ihr Butler für einige Zeit ausgefallen ist und ihr Hausmädchen nur einen höchst unzulänglichen Ersatz darstellt.
Doch Lady Hamilton hilft ihr aus der Not. Sie empfiehlt einen Mietbutler zu bestellen.
Gerne würde Misses Campbell ihre Tochter Linda mit George Bailey verkuppeln. Leider kann Linda George Bailey überhaupt nicht leiden. Um am Abend vor Kupplungsversuchen und Nachstellungen gefeit zu sein, erfindet sie einen Freund - Norman Stuart.
Ihre Mutter nimmt diese Nachricht freudig auf, steigert sie jedoch gegenüber der Gesellschaft bis zu der verstiegenen Behauptung, dass am Abend die Verlobung von Linda und Norman Stuart stattfinden würde. Linda findet nicht mehr aus diesem schlechten Film heraus. Doch ihre plötzlich auftauchende Tante Gloria hat eine Lösung. Man miete sich einen Abendbegleiter von einem Escort-Service und lasse diesen Herren die Rolle des Verlobten spielen. Gesagt getan bzw. bestellt.
Tante Gloria ist das schwarze Schaf der Familie und aufgrund ihres Lebenswandels, sie ist Domina in London, hat man jahrzehnte keinen Kontakt mit ihr gehabt. Doch nun, an Misses Campbells Geburtstag taucht sie auf und macht Erbansprüche geltend. Damit nicht genug, besteht sie darauf abends bei der Party mit anwesend zu sein. Da sie aber absolut nicht gesellschaftsfähig ist, gibt Misses Campbell Order sie mittels Whisky und Schlaftabletten außer Gefecht zu setzen.
Als der Mietbutler und der Mietbegleiter zu jeweils unterschiedlichen Zeiten eintreffen, werden sie in ihren Funktionen verwechselt...

Bewertung:
Die Krimikomödie entlarvt spannend und witzig, dass Nichts so ist wie es scheint. Sie fordert die jugendlichen Zuschauer auf, sich nicht von Titeln oder Glanz blenden zu lassen, sondern den Dingen und dem Verhalten von Personen selbst auf den Grund zu schauen.

Tipps zur Umsetzung:
Um die Wirkung des Stückes zu entfalten ist es nötig, die Szenenwechsel zügig zu gestalten. Dies ist möglich, wenn in dem alleinigen Bühnebild die erforderlichen Zusatzrequisiten bereitgehalten werden.

Donnerstag, 23.01.2014

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